1612457231340

„Nicht über uns ohne uns“

1612457231343

„Nicht über uns ohne uns“

In den aktuellen Plenardebatten wird über einen Antrag zum Inklusionsgesetz gesprochen, der mir sehr wichtig ist. In meiner Funktion als Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen konnte ich mir in der Vergangenheit einen Einblick in ihr Arbeits- und Lebensumfeld verschaffen. Gerade auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie verlangen ihnen eine Menge ab. Um so wichtiger ist es, dass wir ihre Bedürfnisse wahrnehmen und Inklusion vorantreiben. Es reicht dabei jedoch nicht, Entscheidungen für die Betroffenen zu fällen. Vielmehr ist es von großer Bedeutung, sie selbst in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. In dieser Hinsicht haben wir in den vergangenen Jahren einiges auf den Weg gebracht. Bereits bei der Erstellung des Landesaktionsplans war es uns wichtig, Menschen mit Behinderungen und ihre Verbände in die Erarbeitung einzubeziehen, ihre Gedanken und Vorstellungen den Plan mit prägen zu lassen. Daran werden wir anknüpfen und den Namen des Antrags „Nicht über uns ohne uns“ zum Programm zu machen. Politische, wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen kann nur dann verwirklicht werden, wenn sie selbst Stellung beziehen dürfen, was ihnen wichtig ist.