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"NEIN" zur Impfung von Schülern in der Schule

"NEIN" zur Impfung in Schulen

Ich möchte mich ausdrücklich von dem Vorschlag von Luise Neuhaus-Wartenberg distanzieren, mobile Impfteams in Schulen zu schicken und dort Kinder ab 12 Jahren zu impfen. Nicht nur würde dies zu einer massiven Überlastung an den Schulen führen, die in den vergangenen Monaten ohnehin mehr als genug Herausforderungen für Lehrer, Eltern und Kinder bot. Aus meiner Sicht wäre dieses Vorgehen außerdem ein drastischer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Kinder. Nicht umsonst obliegt die Fürsorgepflicht den Eltern. Insofern ist es unerlässlich, ihnen jedwede Freiheit und vor allem ausreichend Zeit bei der Entscheidung für oder gegen eine Impfung zu ermöglichen. Darüber hinaus sind Kinderärzte die kompetentesten Ansprechpartner für Eltern, wenn es um gesundheitliche Fragen ihrer Kinder geht. Dazu zählt auch die Coronaschutz-Impfung. Sie können die Eltern – wie bei allen anderen Impfungen auch – am besten über den individuellen Stand beraten und begleiten. Diese Entscheidung werden Eltern keinesfalls leichtsinnig treffen. Ab einem gewissen Alter werden auch die Heranwachsenden selbst mitreden wollen. Keinesfalls sollten derartige Debatten und Angebote den Schulalltag dominieren.

Die hervorragende und vielfach gelobte Organisation und Durchführung in den Impfzentren resultiert aus der Bündelung von Fachkompetenzen vor Ort. Ausführliche Beratungsgespräche durch Ärzte, Securitymitarbeiter, Krankenpfleger und -schwestern laufen vor Ort unter dem Management des DRK zusammen. Das Arbeitspensum umfasst dabei nicht selten bis zu fünfzehn Stunden pro Tag in mehreren Schichten. Etwas Vergleichbares neben dem nach wie vor mehr oder weniger normalen Schulalltag installieren zu wollen, ist nicht zielführend. Schüler und Lehrer brauchen vielmehr verlässliche Planungssicherheit, ob und wann Präsenzunterricht durchgeführt werden kann und ausreichend Zeit, um fehlende Lerninhalte nachholen zu können. Es mutet geradezu utopisch an, nun noch „Impfstrecken“ aufbauen zu wollen und ist aus meiner Perspektive schon aus zeitlichen, räumlichen und personellen Gründen unmöglich. Durchführung und Organisation von Impfangeboten den Schulen aufzubürden, die aktuell mehr als genug damit zu tun haben, die Lerninhalte der vergangenen Monate trotz Homeschooling so aufzubereiten und zu vermitteln, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen gefördert werden können, ist für mich keine Option.

Auch wenn ich persönlich überzeugt bin, dass die beste und schnellste Möglichkeit zum großflächigen Schutz in der Impfung gegen das Virus besteht, lehne ich das Ansinnen der Impfung in Schulen für Kinder ab 12 Jahren in Gänze ab und erteile dem Vorschlag ein klares NEIN!