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Eine Frage der Wertschätzung

Eine Frage der Wertschätzung

Das gestern von der CDU-Fraktion beschlossene Positionspapier zur gendergerechten Sprache ist ein deutliches Bekenntnis zu unserer Muttersprache. Uns ist es wichtig, diese als Ausdruck unserer Kultur und Tradition zu pflegen. Die Ablehnung von Binnen-I und Gender-Sternchen findet sich bei fast zwei Drittel der Bevölkerung. Laut Umfrage des ZDF-Politbarometers wird Gendersprache in den Medien sogar von 71% der Menschen „nicht gut geheißen".

Natürlich setzen wir uns für Gleichberechtigung ein, sind jedoch der Überzeugung, dass diese sich weitaus mehr im Handelnals in einer gesteltzten Sprechweise zeigt. Mir persönlich sind Einzigartigkeit und Individualität jedes Menschen unabhängig von der formellen Anrede wichtig. Sie zeichnen uns alle aus und sind unbestritten kostbar. Dennoch wehre ich mich gegen die medial forcierte Sprachreform, die eben nicht zu Gleichberechtigung, sondern eher Verwirrung und Entfremdung führt. Und mit dieser Entfremdung bleibt auch die Wertschätzung auf der Strecke.