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Auch nach 78 Jahren: Der 22. Februar als Tag des Erinnerns und des Wachrüttelns

Auch nach 78 Jahren: Der 22. Februar als Tag des Erinnerns und des Wachrüttelns

Am 22. Februar 1943 wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl aus Ulm von den Nationalsozialisten in München hingerichtet. „So ein herrlicher Tag, und ich soll gehen. Aber was liegt an unserem Leben, wenn wir es damit schaffen, Tausende von Menschen aufzurütteln und wachzurütteln.“ sagte Sophie Scholl vor ihrem Tod durch das Fallbeil. Sophie Scholl wurde nur 21 Jahre alt. Kurz nach seiner Schwester wurden der 25-jährige Hans Scholl und der ein Jahr jüngere Christoph Probst hingerichtet.

Die Geschichte der „Weißen Rose“ begann 1942 in München. Dort hatten sich im Herbst 1940 der damals 22-jährige Ulmer Medizinstudent Hans Scholl und der ein Jahr ältere Alexander Schmorell kennen gelernt. In dessen elterlicher Wohnung diskutierten sie mit Gleichgesinnten, darunter Schmorells Schulfreund Christoph Probst, über Theologie, Philosophie, Moral und Literatur. Beim Entschluss, dem NS-Staat aktiven Widerstand entgegenzusetzen, mögen anonyme Flugblätter als Vorbild gedient haben, welche die Familie Scholl in Ulm in ihrem Briefkasten gefunden hatte. Sie enthielten die Predigten des Bischofs von Münster, Clemens August Graf von Galen, worin dieser über die Vernichtung von Geisteskranken informierte und zum Durchhalten gegen den braunen Terror aufrief.

Am 22.2.2021 erinnert ein wiederum so herrlicher Tag an den Mut und das Gewissen der damals jungen Studenten im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und seine Ziele.