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"Sagen, was ist" Zum 20. Todestag von Jürgen Fuchs

Juergen Fuchs Reichenbach

„Eigentlich wollte ich nur Gedichte schreiben über die Liebe, über die Natur. Wichtigeres drängte sich vor.“ (Jürgen Fuchs)

Seine wiederholte kritische Meinungsäußerung sorgte 1975 dafür, dass Jürgen Fuchs trotz sehr guter Studienergebnisse direkt vor seinem Hochschulabschluss nicht nur zwangsexmatrikuliert wurde, sondern ihm damit gleichsam die Ausübung des von ihm angestrebten Berufes verwehrt blieb.
In den Folgejahren wurde er in Berlin-Hohenschönhausen inhaftiert und anschließend zwangsweise aus der DDR ausgewiesen. Er hatte keine Scheu, offen über seine Erfahrungen mit der damaligen Staatsicherheit zu schreiben, auch wenn er und sein Umfeld dadurch Repressalien ausgesetzt war. Auch in den Nachwendejahren wirkte er aktiv im öffentlichen Bereich mit, um Aufklärung in die Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit zu bringen. 1999 starb er in Berlin.Im Goethe-Gymnasium erinnerte Udo Scheer, ein Studienfreund von Jürgen Fuchs, anlässlich dessen 20. Todestag an sein Leben und Wirken. Gespräch und Lesung aus seinen Werken wurden musikalisch von Andreas Schirneck untermalt.

Ich denke, es ist heute mehr denn je dran, für Demokratie und Werte unseres Landes aufzustehen, um es nicht in Beliebigkeit versinken zu lassen.

Mit einer Gedenktafel am Goethe-Gymnasium soll an das Leben von Jürgen Fuchs ehrend erinnert werden. Ihn in seiner Heimatstadt nicht zu vergessen ist mir Anlass, diese Ehrung zu sponsoren.- Auch der gestrige Abend schuf dafür ein tiefes Verständnis.

(Bildquelle: de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Fuchs_(Schriftsteller))

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